Pointfärbung
Die Pointfärbung
Die Birma ist eine Katze mit Pointfärbung. Zwei rezessive Gene für Teilalbinismus, die cs cs Gene, verhindern die volle Ausfärbung des Fells – hauptsächlich am Körper – und bewirken, dass sich das Pigment nur an den kühlsten Körperteilen entwickeln kann. Das sind die Körperenden, die sogenannten Points: Ohren, Gesicht, Beine, Schwanz und bei Katern die Hoden. Dieselben Gene, die die Maskenzeichnung verursachen, verhindern allerdings auch die Pigmenteinlagerungen im Iris-Stroma. Deshalb haben Birmakatzen blaue Augen.
Wie alle Katzen mit Pointfärbung kommen auch kleine Birmababys fast weiß auf die Welt.

Im Uterus entwickelt sich der Fötus bei ziemlich konstanter Temperatur von 39 Grad Celsius. Erst nach der Geburt kann - durch die veränderten Temperaturverhältnisse Pigment gebildet werden. Zuerst färben sich die Ränder der Ohrmuscheln, dann das Näschen und der Schwanz und zuletzt die Pfoten.
Die Pointfarbe ist labil
Auf Unregelmäßigkeiten reagiert die Pointfarbe mit weißen Stichelhaaren, die besonders in sealfarbenen Masken sehr auffallen.
Impfungen, wiederholte Rolligkeit, mit Fieber verbundene Krankheiten sind häufig die Verursacher dieser Schönheitsfehler. Aber nicht nur die Maske, sondern auch der Schwanz ist oft betroffen.

Katzen, die einen Wurf aufgezogen haben, zeigen nicht selten übermäßig viele, helle Stichelhaare im Schwanzfell. In sealfarbenen Abzeichen fallen weiße Haare natürlich viel stärker auf als in hellen Points. Bis der Schwanz seine entsprechende Farbe wieder hat, vergehen oft viele Monate.
Die Körperfarbe wird schnell dunkel
Nicht nur wegen der Pointfarbe gibt es Probleme, auch wegen der Fellfarbe am Körper. Bei den meisten Pointkatzen wird die Körperfarbe mit zunehmendem Alter dunkler.
Zuerst bilden sich dunkle Flecken an den Flanken und im Nacken. Später dunkelt das Fell am ganzen Körper nach, nur der Kragen bleibt hell. Der Birma-Standard legt großen Wert auf guten Kontrast zwischen Point- und Körperfarbe.
Eine helle Körperfarbe erzielt man nur durch Selektion, indem man nur die Tiere paart, die das hellste Haarkleid am Körper aufweisen. Deshalb sollte man, bevor man ein Kitten kauft, beide Elterntiere gesehen haben – nicht nur auf einem Foto – sondern in natura. Natürlich kann man nicht erwarten, dass dunkle Tiere hellen Nachwuchs zeugen werden. Darüber sollte man sich als Züchter im Klaren sein.
Seal-Point-Katze im Alter von 3 Jahren, Liprima's Fairytale
Bezüglich der Körperfarbe haben die Seal- und Seal-Tabby-Points die größten Probleme. Während seal-point Katzen hauptsächlich dunkle Flanken- und Nackenflecken bekommen, haben Seal-Tabby-Points häufig mit starker Tabbygeisterzeichnung am Körper zu kämpfen.
Probleme mit der Maskenfärbung
Chocolate-Points zeigen in ihrer schokoladenbraunen Maske oft einen hellen Rand um die Augen. In Züchterkreisen nennt man diese etwas schwach pigmentierte Zone „Brille“. Sie ist unerwünscht.
Etwas zu helle Schnurrhaarkissen sind manchmal bei Blue-Points und öfter bei Lilac-Points zu beobachten. Der Standard verlangt aber komplett ausgefärbte Schnurrhaarkissen.
Zu einer vollständig ausgefärbten Maske gehört auch ein gefärbtes Kinn. Aber genau an dieser Stelle setzt sich die Weißscheckung gerne fest. Es ist wichtig, dass man dieser Zone besondere Beachtung schenkt, denn der Birma-Standard verbietet ein weißes Kinn.
